Aas – Aeneas und Andreas

In einem kleinen Garnisonorte war es bekannt, daß die Höchstkommandierenden, der General und der Oberst, bei ihren Untergebenen die Spitznamen Aeneas und Andreas führten. Dies wußten die beiden Herren schon lange im stillen selbst. Bei einem Liebesmahl nahmen sich der General und der Oberst den jüngsten, eben vom Kadettenkorps gekommenen…

Alte Jungfer

“An dieser Stelle,” sagte das alte Fräulein Pech, “habe ich vor dreißig Jahren mal ein Rendezvous mit einem Leutnant verabredet …. Ich wäre heute vielleicht Generalin — wenn er damals gekommen wäre …”

Bazillen

Bei Santes, am Canal de la Deule, geht der Herr Hauptmann spazieren. Am anderen Ufer steht ein Rekrut und reinigt im Wasser des Kanals sein nicht gerade militärisch sauberes Kochgeschirr. “Mein Sohn!”, ruft der Herr Hauptmann ihm rüber, “kennst du Bazillen?” Der Rekrut nimmt Haltung an und ruft als Antwort:…

Bosporus

Im Eisenbahnwagen. Ein Veteran des letzten Kriegs fährt zu einem Regimentsfest., Viel Orden schmücken seine Brust. Er geht an der Krücke. In einem Abteil stürmen Hunderte von Fragen auf ihn ein. Wieder fragt eine Dame: „Wo waren Sin denn am schmerzhaftesten verwundet?” Der Veteran: „Am Bosporus!” — Niemand hat ihn…

Dick

Ein Oberst mit mächtigem Leibumfang spaziert bei hochgradiger Hitze Zwei Backfische, vorlauter, kecker Art, folgen und machen Witze. Doch schließlich, als sie es treiben zu bunt Und gar nicht mehr zart oder leise Dreht sich der Oberst entschlossen um Und sagt in der artigsten Weise: „Ich hoffe, daß das die…

Die besten Ärzte

Ein Deutscher, ein Engländer und ein Amerikaner streiten darum, wer die tüchtigsten Ärzte hätte. Der Engländer: „Bei uns haben die Ärzte einem Kriegsverletzten den Arm ersetzt, — der Mann tritt jetzt als Meisterschaftsboxer auf!” Der Amerikaner: „Aber bei uns haben sie einem ein künstliches Bein gemacht, der Mensch ist darauf Schnelläufer geworden!”…

Einkommen einteilen

“Wie teilst du dein Einkommen ein?” “Ungefähr vierzig Prozent für Miete, dreißig Prozent für Kleidung, dreißig Prozent für Essen und zwanzig Prozent für Vergnügen und Allgemeines.” — “Ja, das sind doch aber einhundertzwanzig Prozent?” — “Ja, leider!” (A. M.)

Exzellenz in der Hölle

Ein Feldprediger sah einst einer Revue zu, wobei sehr stark kanoniert wurde. “Nun, Herr Feldprediger”, sagte nach geendigtem Manöver sein Chef zu ihm, “heute haben Sie sich das höllische Feuer recht lebhaft vorstellen können.” “Ja”, erwiderte der Geistliche, der seinen Mann kannte, “besonders da ich Euer Exzellenz mitten darinnen sah!”